Priester dringend gesucht  -->  Die Würde des Priestertums


URSPRUNG DES PRIESTERTUMS

Schon bei den ersten zivilisierten Menschen gab es Gestalten, Männer wie Frauen,
die mit besonderen Gaben ausgestattet zu sein schienen und als Schamane wirkten.
Auch als Druiden sind sie uns bekannt.

Erst mit dem Volk Israel kam der Gedanke eines einzigen Gottes in die Welt, weil dieser Gott, Yahwe, sich diesem Volk als sein Schöpfer so offenbart hatte. Ab diesem Augenblick entstand der Monotheismus! So tauchte auch in der Urgeschichte Israels der Prototyp des Priesters auf: Melchisedeck!


ZUR ZEIT DER JUDEN

Nachdem Gott dem Volke Israel die zehn Gebote offenbarte, durch welche Er sich angebetet, verehrt und geliebt fühlte, traten mit dem Aufbau des Tempels zu Jerusalem durch Salomo eine ganze " Priesterkaste" auf, eine Art Vor-Kurie.
Priester deren Rolle es war Gott die vorgeschriebenen Opfer darzubringen,
je nach dem was das Gesetz vorschrieb. Es waren aber meistens Tieropfer.


DIE REVOLUTION MIT CHRISTUS

Mit Christus entstand eine neue Form des Priestertums: durch sein Leben,
sein Leiden, seinen qualvollen Tod am Kreuz und seine Auferstehung, erschuf Er
einen neuen definitiven Bund zwischen Gott und dem Menschen. Sich selbst als recht-fertigendes Opfer der Gerechtigkeit Gottes preisgebend, löste er den Schuldschein Adams ein und ermöglichte uns Menschen Kinder Gottes zu werden.

Nicht nur das! Durch seine Menschwerdung hatten wir auch Anteil an seine Priesterschaft und so sammelte Jesus sich ein Volk von getauften Christen,
die teilhabend an seinem Priesteramt, den mystischen Leib Christi bilden sollten:
Die Kirche, hier auf Erden real existierend aber vergänglich, im Himmel real existierend aber unvergänglich.

Bei seiner Heimkehr zum Vater durch die Himmelfahrt, nachdem er beim Abendmahl schon das Sakrament der Eucharistie eingesetzt hatte, wodurch besonders auserwählte Männer das Wunder der Brotumwandlung in den Leib Christi vollziehen konnten und seine Präsenz auf Erden real werden lassen konnten, erteilte er durch die Gabe des Heiligen Geistes seinen Jüngern ebenfalls die Macht Sünden zu vergeben und zu taufen.

Somit hatte Jesus kurz vor seinem Ende seiner irdischen Anwesenheit die vier wichtigsten Sakramente ins Leben gerufen, die dann auch die "Priester" speziell vollziehen durften: die Eucharistie, die Vergebung der Sünden und die Taufe und
die Benennung von Priestern, woraus die Priesterweihe entstand.

DIE EINFÜHRUNG DES PRIESTERTUMS

Als dann der Heilige Geist auf die versammelten Jünger Christi , die kurz nach seiner Himmelfahrt ängstlich sich in Jerusalem verbargen, herniederkam, fand die erste Priesterweihe der christlichen Kirche statt! Kaum hatte der Heilige Geist sich auf die Jünger niedergelassen, konnten diese in allen Sprachen reden, Wunder wirken, Dämonen austreiben, und vor allem das Reich Gottes verkünden!

Hier kann man besonders die Würde des Priestertums erkennen. Es waren überhaupt die ersten Jahrhunderte der Katholischen Kirche, als sie noch nicht Staatskirche war, wo man das Wirken des Geistes in den Priestern am stärksten erkennen konnte,
da sie zu vielem fähig waren wozu Jesu selbst fähig gewesen war: Wunder wirken, Heilen, Dämonen austreiben...aber auch bereit sein für Christus zu sterben!

Der Märtyrertod war nicht selten die gewöhnliche Todesart der ersten Christen und Priester, die schon früh in der Entwicklung des Christentums, nach einer längeren Periode des Gebets und Fasten, hauptsächlich durch Handauflegung und Salbung
den Priesterstand erhielten. Dazu wurden sie aber vom Volke oft vorgeschlagen wegen ihrer Frömmigkeit und Nächstenliebe.

Erst viel später verband das Priestertum sich mit Macht und politischen Intrigen
und verlor an Kraft.  Doch auch wenn die Priester heute selten ein Wunder wirken, Dämonen austreiben oder heilen, so vollbringen sie noch immer die größten Wunder: das der Eucharistie und der Sündenvergebung!


DAS PRIESTERTUM HEUTE UND SEINE WÜRDE

Wäre die heutige Menschheit besonders in den überreichen Ländern von der Würde eines Priesters und seiner Macht die er von Gott durch die Weihe erhält überzeugt,
so würden diese gottlosen heidnischen Kreaturen um Priester bei Gott flehen und rufen um aus dem Sumpf und Unrat unserer "zivilisierten" Gesellschaft befreit zu werden.

Wenn nach 7 jähriger theologischer und sakramenteller Vorbereitung ein junger
Mann ja sagt zur Priesterweihe, vollzieht Gott in diesem Jüngling ein wahres Wunder. Durch die Handauflegung des Bischofs und die Salbung der Hände, und vor allem
dem Bitgebet Gott möge diesen Jüngling zum Priester annehmen, geschieht Gewaltiges in dessen Geist und Seele! Seine Seele wird für unendliche Zeiten,
also für immer, zu einer Jüngerseele verwandelt: es vollziehen sich in dessen Seele Prägungen, Kraftumwandlungen, Machtverschiebungen, die diesem Jüngling in einem Moment die immense, unaussprechliche und unvorstellbare Macht geben, ein Stück Brot durch seinen Segen und seine Worte in den lebendigen Leib und das lebendige Blut, real zu verwandeln!

Oh welch ein immenses Wundergeschehen, denn zugleich wird Christus im Brote, unsichtbar, direkt präsent mit Leib und Blut, aber vor allem mitseiner lebendigen heiligen Seele und mit seiner erhabenen unendlichen Gottheit! Welch eine Würde
wird diesem noch oft bartlosen Jüngling verliehen Gott real präsent werden zu lassen aus Brot und Wein.

Und noch mehr: dieser Mann kann uns die Sünden vergeben, also nicht nur die Schuld der Sünde Gott entgegen, sondern auch noch die Strafe. Ein Beispiel erklärt am besten was geschieht bei der Beichte: Hätte ich eine Scheibe eingeschlagen in Trunkenheit, dann macht Gott es möglich, dass durch den Priester Er mir die Straftat vergibt,
und o Wunder, Gott zahlt auch noch die neue Scheibe an meiner Stelle, durch den Tod seines Sohnes.

Kurzum gibt Gott dem Priester durch das Wunder der Weihe, die so einfach ist,
die Möglichkeit die Seele eines jeden immer rein und würdig zu machen und die Möglichkeit Christus in seinen vier Präsenzen, Leib, Blut, Seele, Gottheit, in den "Schrotthaufen" meiner Seele aufzunehmen, wo diese ein Tabernakel sein sollte,
um mich sterbliches Wesen unsterblich zu machen.

Ja warum rufen und schreien und beten wir denn nicht endlich für heilige Priester...   


Folge dem Ruf des Herrn, so leise er auch sein mag - Rufe ihn an im Gebet und
durch deine Liebe - Der Herr lässt sich eher in der Stille als im Getöse finden.